
Kiwi heißt der flugunfähige Vogel, der zum Nationalsymbol der Neuseeländer geworden ist. Außerdem die Frucht Kiwi, die einst aus China importiert wurde
Fangen wir mit dem Vogel an, denn dieser hat für Neuseeland eigentlich ein noch größeres Gewicht als die Frucht und war auch namensgebend für diese. Der Kiwi-Vogel lebt auch heute noch als flugunfähiger Vogel in den Wäldern von Neuseeland. Es gibt fünf Kiwiarten, die sich auf den zwei Hauptinsel und der Stewartinsel verbreitet haben. Mittlerweile findet man sie auch auf zahlreichen kleineren Inseln des Archipels. Dort wurden sie zum Teil durch den Menschen eingeführt.
Der Vogel ist nachtaktiv und gehört zur Ordnung der Laufvögel als deren kleinster Vertreter. Mit der Ankunft des Menschen verschwand auch der fast lückenlose Bewuchs des Landes mit Wald. Trotzdem konnte der Vogel überleben und passte sich an. Der Kiwi war und ist den Neuseeländern so sympathisch, dass sie ihn nicht nur zu ihrem Wappentier, sondern auch zur ihrem Nationalsymbol erhoben haben. Und damit nicht genug, sie bezeichnen sich sogar selbst als "Kiwis". Alles was neuseeländisch ist, wird "kiwiana" genannt und viele Produkte und Firmen haben den Zusatz "Kiwi" um zu verdeutlichen, dass man aus Neuseeland kommt.

Ihre Laute sind nachts als schrille Pfiffe bis zu 5 km weit zu hören. Die Tiere werden bis 65 cm lang und 35 cm groß. Das Gewicht kann bis zu 5 KG betragen, wobei interessanterweise die Weibchen schwerer sind. Das Gefieder ist braun, der Kopf klein und der Schnabel lang. So wirkt der Vogel recht drollig, kann aber gut hören und besonders gut riechen. Für einen Vogel haben sie eine relativ neiderige Körpertemperatuzr von 38 °C (die meisten Vögel liegen bei 42 °C). Insgesamt ist dieser Vogel also in nahezu jeglicher Hinsicht ein Exot.
Heute lebt der Kiwi auch in Strauchlandschaften und ist relativ anpassungsfähig, benötigt aber ein Klima mit hoher Feuchtigkeit und humusreichem Boden. Durch den Menschen eingeschleppte Räuber haben den Bestand stark dezimiert und der Vogel steht unter Naturschutz. Das begann bereits mit den Maoris, die sie jagden, zum einen als Nahrungsquelle zum anderen wegen der Federn.
Auch die Europäer nutzen die Federn als Schmuck oder stopften sie aus. Es gibt leider immer noch Regionen wo er ganz verschwunden ist, trotz seiner Anpassungsfähigkeit. Immerhin wurde die Jagd 1896 verboten und 1921 wurde er unter Schutz gestellt. Kiwis waren trotzdem gezwungen neue Bereiche zu besiedeln und leben auch in den Gebirgsregionen, allerdings in der Regel nicht über 1.200 m Höhe.
Die fünf Arten heißen North Island Brown (lebt auf der Nordinsel), Okarito Brown, Haast Tokoeka, Southern Tokoeka und Great Spotted Kiwi. Besonders der Okarito Brown Kiwi gilt als stark bedroht, da es von ihm nur noch einige hundert Individuen gibt.
Die süße und international beliebte Kiwi-Frucht ist ebenfalls zu einem Symbol für Neuseeland geworden, wenn sie auch ursprünglich aus China kam.Eigentlich nannte man sie chinesische Stachelbeere, sie wurde in Neuseeland in großem Umfang angebaut und exportiert. Da sie ebenfalls bald typisch für Neuseeland wurde, bekam sie den Namen Kiwi.