
Die Neuseeländer nennen sich selbst gerne Kiwis.
Die Neuseeländer nennen sich selbst gerne auch Kiwis und das sagt schon viel über die humorvolle und selbstironische Art dieser Menschen aus. Man nimmt sich in der Regel nicht so ernst und ist in vielen Dingen unkomplizierter als Europäer oder Nordamerikaner.
Die Kiwis sind meist bescheiden, denn Reichtum war auf Neuseeland nie leicht zu bekommen. Im Gegenteil, lange Zeit waren die Inseln abgeschieden, geografisch isoliert "am Ende der Welt" und man kämpfte hart um seine Ressourcen. Daher ist bis heute das Zurschaustellen von Reichtum oder Protzen hier kaum vorhanden.
Man ist bei seinen Wurzeln geblieben und lebt mit der Natur und ihren Gefahren. So schön Neuseeland ist, so gefährlich ist es auch. Viele Menschen haben bei Erdbeben, Stürmen oder anderen Ereignissen schon ihre Leben oder ihr Hab und Gut verloren oder mussten zumindest Rückschläge hinnehmen.
Lange Zeit galten die Neuseeländer auch Hinterwäldler, als letzte Kolonie bevor der Globus zu Ende ist. Heute im Zeitalter der Langstreckenflüge und gefragten Filmkulissen, dem Wiederentdecken von Natur und Sauberkeit, da ist das Land nun in aller Munde und die Kiwis plötzlich cool und crazy. Neuseeland ist ein Einwanderungsland, aber auch ein Auswanderungsland. Viele Menschen, insbesondere auch von der Südinsel zieht es nach Australien, USA, Kanada oder Europa.
Knapp 15% der Neuseeländer sind Maoris, die in den letzten Jahren mehr und mehr ihre eigene Identität wiederentdeckt haben. Insbesondere die Anerkennung der Maori-Sprache als Amtssprache war ein wichtiges Zeichen. Trotzdem haben sie es immer noch schwerer als andere und die Armut in dieser Volksgruppe ist immer noch hoch.
Die Einwanderer kamen meist früher aus England oder Schottland sowie den Britischen Inseln insgesamt, andere aus Deutschland, anderen Staaten Westeuropas oder Italien, Kroatien und Osteuropa. Heute wandern insbesondere auch Asiaten, meist Inder, Chinesen, Vietnamesen ein. Auch für Zuwanderer aus dem pazifischen Raum ist Neuseeland immer noch ein wichtiges Land zum arbeiten. Fast 1/4 der Bevölkerung ist nicht im Land geboren.
Entsprechend bunt ist auch das Gemisch der Religionen, wobei Anglikaner und Katholiken die größten Kirchen darstellen. Es folgen Presbyterianer, Methodisten, Baptisten aber auch Moslems, Hindus, Juden und Buddhisten.