
Durch das Ozonloch muss man in Neuseeland besonders auf den Sonnenschutz achten.
Wer sich mit Neuseeland beschäftigt, stösst schnell auf das Thema Ozonloch. Der Inselarchipel gehört zu den am stärksten von diesem Umweltproblem betroffennen Ländern. Auch wenn es hierzulande nicht mehr so im Fokus der Medien steht, ist das Ozonloch immer noch gefährlich. Besonders FCKW wird für das Ozonloch verantwortlich gemacht.
Aufgrund der Beschaffenheit des Südpols mit seinem flachen und runden Erscheinungsbild werden hier die Polarwirbel wenig gestört, dadurch entstehen sehr tiefe Temperaturen. Dadurch entstehen polare Stratosphärewolken, die wiederum Chlorradikale hervorrufen die Ozonmoleküle zerstören. Auch in der Arktis am Nordpol gibt es das Phönomen, allerdings sinken die Temperaturen hier in der Polarnacht nicht so stark, der Effekt ist daher schwächer.Allerdings ist das Problem nicht das ganze Jahr über gleich, im antarktischen Frühjahr (Herbst) ist es in der Regel in der Südpolregion am größten.
Australien, Neuseeland, Südafrika aber auch Chile und Argentinien liegen recht nah an der Südpolarregion und haben daher die meisten Probleme. Die zerstörte Ozon-Schicht lässt mehr UV-Strahlung auf die Erde und kann zu Schäden auf der Haut aber auch den Augen führen. Während Menschen zu speziellen Sonnenschutz-Cremés, Sonnenhüten, Kleidung und Sonnenbrillen greifen können, haben Tiere keinen Schutz. Daher sind auch Tiere stark betroffen, aber auch bei den Menschen ist die Hautkrebsrate erhöht. Im Fernsehen werden in den Nachrichten spezielle "Burning Times" angezeigt, d.h. Zeiten in denen man ohne Schutz in der Sonne sein kann. Dies sind aber nur wenige Minuten und die Kiwis sind daher sehr umsichtig mit dem Umgang im Freien. Besonders sensibilisert sind auch die Eltern.
Seit dem Montreal-Protokoll von 1987 (in Kraft getreten 1989) und dessen Folgen erholt sich die Ozonschicht allerdings wieder, man rechnet damit dass sie sich in den nächsten Jahrzehnten deutlich erholt.