
Die Südinsel Neuseelands ist landschaftlich besonders reizvoll. Der Milford Sound, Queenstown und Christchurch werden gerne besucht
Die Südinsel Neuseelands ist mit ca. 151.700 qkm etwas größer als die Nordinsel, dafür aber dünner besiedelt. Landschaftlich gibt es Ähnlichkeiten zu Norwegen, Chile oder Schottland. Zwischen den beiden Hauptinseln verläuft die schmale Cookstraße. Größte Städte sind Christchurch in den Canterbury Plains und Dunedin. Internationale Flughäfen auf der Südinsel sind Christchurch und Queenstown.

Christchurch ist eine gepflegte Stadt und wirkt noch sehr britisch. Sehenswert sind u.a. die Kathedrale (seit dem Erdbeben 2011 zerstört), das Arts Centre und der Botanische Garten. Hier fließt auch der Fluß Avon, der mit Gondeln befahren wird, so dass ein wenig Venedig-Flair aufkommt. In der Stadt gibt es viel zu entdecken und hier gibt es Pubs, Biergärten und Restaurants. Die Innenstadt kann man mit einer schmucken, restaurierten Straßenbahn erkunden. Ein bekanntes Unikat war früher der Wizard, ein Redner, der als Zauberer verkleidet politische und gesellschaftliche Themen ansprach. Die beiden Erdbeben 2010 und 2011 haben der Stadt aber stark zugesetzt, es bleibt zu hoffen dass sie sich nun wieder erholen kann.
Im International Antarctic Centre im Stadtteil Harewood wo man viele Hintergrundinformationen über die Antarktis und die dortige Tierwelt erfährt. Dabei ist es sehr anschaulich und mit Multimedialen Effekten ausgestattet, so dass es auch für Familien interessant ist. Wer etwas französisches Flair entdeckne möchte, der sollte auf die Bank Peninsula fahren, besonders Akaroa hat dem dem Langlois-Eteveneaux-House stammt auf Frankreich. Erholen kann man sich in den heißen Quellen von Hanmer Springs, hier gibt es auch im Winter gute Wintersportmöglichkeiten und im Sommer kommen Reisende zum Wandern hierher.
Dunedin ist die Hauptstadt der Region Otago und eine belebte Studentenstadt mit aktiven Kultur- und Musikleben. Außerdem ist es ein Zentrum des Ökotourismus. Auf der vorgelagerten Otago-Peninsula findet man eine Kolonie von Königsalbatrossen, außerdem von Seehunden und Pinguinen. In Dunedin befindet sich auch die Baldwin-Street, die steilste Straße der Welt.
Auf der Südinsel befindet sich auch der höchste Berg auf Neuseeland, der Mount Cook (3.754 m) in den Neuseeländischen Alpen. Zwischen Dunedin und Timaru findet man die Moeraki Boulders, riesige, kugelige Mammutsteine am Strand. Auf der Halbinsel Otago steht das einzige Schloss des Landes, Larnach Castle. In dieser Region findet man auch viele Vogelkolonien von Albatrossen über Kormorane zu anderen putzigen Gesellen.
Im Osten liegen die sanft abfallenden Canterbury Plains, wo intensiv Viehzucht betrieben wird. Diese Region ist trockener als die Westseite, die auch zahlreiche Fjorde zu bieten hat und landschaftlich sehr reizvoll ist. Bei Abenteuertouristen und Naturfreunden ist Queenstown am Lake Wakatipu besonders beliebt. Queenstown ist eine alte Goldgräberstadt und heute auch immer für Extremsportarten und Wintersport geeignet.
Ein besonderes Highlight ist der zum Weltnaturerbe der UNESCO zählende Fiordland-Nationalpark. Bekanntester Fjord ist hier der Milford Sound mit seiner spektakulären Kulisse mit Regenwald, Wasserfällen, Robben, Pinguinen und Delfinen.
Südlich der Südinsel befindet sich die Stewart-Insel, mit der Siedlung Oban. Die Insel kann von Invercargill oder Bluff erreicht werden. Sie ist dünn besiedelt, einzige Siedlung ist Oban, wo es einige Hotels und einen Golfplatz gibt.